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Den Guides stehen 5 Tafeln im Format A3 zur Verfügung, welche nach freiem Ermessen zur Erklärung der Grundlagen der militärischen Kommunikation und Übermittlung verwendet werden können.
Kommunikation und Übermittlung sind Voraussetzung für die Führung. Kommunikation erfolgt immer zwischen Angehörigen der Armee, wobei diese Teil eines Verbandes oder Stabes sind.
(1) Zunächst ist das Gespräch - und damit die Übermittlung von Sprache - eine selbstverständliche Notwendigkeit.
(2) Darnach erfordern Planung und Führung die Erstellung und die Übermittlung von Dokumenten, d.h. von Text.
(3) Neben dem Einsatz technischer Übermittlungmittel ist der Kurier (und war auch die Brieftaube) unverzichtbar.
(4) Die Geheimhaltung von Gesprächen und Dokumenten bei der Übermittlung sollte gewährleistet sein
Texte übermitteln hiess lange Zeit
morsen.
(1) Der Einsatz von
Signalscheinwerfern
(und Feldstecher) ermöglichte bei Sichtverbindung schon vor 1875 sichere Verbindungen im Gelände.
(2) Das ab 1849 aufgebaute (zunächst eindrähtige) eidgenössische Telegrafennetz erforderte für die
Telegrafisten
einheitliche Verkehrsregeln.
(3)
Solche waren auch für den Einsatz der
Funkenpioniere in den 1910er Jahren unabdingbar, aber nur die Telegrafisten konnten morsen, denn
(4) der 1865 von der UIT (Union Internationale de Telecommunication) zum Standard erkärte
Morsecode hatte international den Durchbruch gebracht.
Draht- und Richtstrahlverbindungen
(1)
Das
Telefon
erweist sich bis heute als
das Mittel zur Übermittlung von
Sprache. Die von der Truppe gebauten Netze nutzten allerdings bis in die 1990er Jahre Zentralen mit
Handvermittlung
und belegten in grosser Zahl Leitungen des
Zivilnetzes vor allem für Verbindungen über
grössere Distanzen.
(2) Der
Fernschreiber löst in den 1930er Jahren den (drahtgebundenen) Morseschreiber ab. Die Drahtnetze der Armee werden für Telefon- und Fernschreibverbindungen genutzt. Während das Telefon die
direkte Kommunikation ermöglicht, erfordert der Fernschreiber das Erfassen z.B. eines Befehls über eine Tastatur. Verfahren wie das
direkte „Fernschreibgespräch„ zwischen Stabsoffizieren werden jedoch genutzt.
(3) Erst ab den 1950er Jahren werden Drahtverbindungen über grössere Distanz (Zivilnetz) durch
Richtstrahlverbindungen ersetzt
Sprechfunk und Schreibfunk
(1) Der Ersatz von Morsetaste und Kopfhörer durch den
Funk-Fernschreiber in den 1950er Jahren war ein Durchbruch. Inzwischen waren stabile Raumwellen-verbindungen über alle benötigten Distanzen und ungeachtet von Witterung, Tag/Nacht und Gebirge verfügbar.
(2) Der Sprechfunk erfuhr durch die erhöhte Mobilität der Truppen, der rasanten Miniaturisierung der Röhrentechnik und damit tragbaren Funkgeräten mit Bodenwellenverbindungen eine starke Verbreitung.
(3) Sowohl im
Schreibfunk
wie im
Sprechfunk waren
Netze mit mehreren Teilnehmern die Regel – und die Netze konnten durch einen Gegner abgehört und lokalisiert werden.