In den frühen 20er Jahren setzte eine stürmische Entwicklung des Rundfunks im Bereich der Lang- und Mittelwellen ein. Um erfolgreich empfangen zu können brauchte es trennscharfe Empfänger. Röhren (Trioden) für Hochfrequenz-Verstärkerstufen waren bereits verfügbar. So wurden dem Audion abgestimmte Hochfrequenzstufen vorgeschaltet (Geradeausempfänger). Diese Verstärkerstufen zeigten eine Eigenschwingneigung, ausgelöst durch die Kapazität zwischen Gitter und Anode. Louis Hazeltine erkannte dies 1922 und löste das Problem mit einer zusätzlichen Kapazität vom Ausgang auf das Gitter zurück, eine phasenverschobene Rückkopplung, die das Oszillieren neutralisierte. So kam der Name Neutrodyne (englisch) zustande. Diese Methode liess Hazeltine natürlich patentieren. (Aus Wikipedia)
Nach der Erfindung der Tetrode mit Schirmgitter, trat dieses Schwingneigung nicht mehr auf. Der Überlagerungsempfänger (Super) löste dann den Geradeausempfänger ab.
Der auf der Insel ausgestellt Empfänger wurde von Telefunken Deutschland hergestellt. Unterlagen sind keine vorhanden.
In der Kompaktusanlage K 25 ist ein Neutrodyn-Mittelwellen-Empfänger vorhanden, der von der Apparate- und Maschinenfabrik Uster, der nachmaligen Firma Zellweger AG, in Lizenz fabriziert wurde. Unterlagen sind leider keine vorhanden.