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Telekryptogerät TC 61 [TC 61]

In der Schweizer Armee musste man lange auf einen kryptologischen Schutz der Fernschreibverbindungen warten. Der überwiegende Teil der Schreibkommunikation wurde über Drahtverbindungen abgewickelt. Dort «ersetzte» man die fehlende Verschlüsselung, indem man den «Draht» kurzerhand als «klassifiziert» erklärte, sodass ein Schutz nicht notwendig war. Beim Funk half zunächst nur die Offline-Chiffrierung (Enigma, NEMA), bis Mitte der Fünfzigerjahre dann endlich mit dem ETK-R/TC 53 eine automatisch verschlüsselte Alternative zur Verfügung stand. Kurz darauf folgte mit dem Gespann «SE-222 + KFF/TC 58» eine Lösung, die - dank Synchronbetrieb! - chiffriertes Funkfernschreiben auch über Kurzwellenverbindungen rund um die Uhr ermöglichte. Nun lag es nahe, dieses Erfolgsrezept auch auf die Standardfernschreiber (CCITT Nr 2) auszudehnen. Leichter gesagt, als getan! GRETAG erhielt den Auftrag, sich der Sache anzunehmen und ein entsprechendes Gerät unter der Bezeichnung «TC 61» zu entwickeln.

Einsatz

Technik

TC 61
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