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1976 Technik (Seite Fenster)

FTf 50

Zum Aufbau von zwei Telefonverbindungen sind zwei MK 6/2 und vier Telefone, z.B. F-Tf 50, notwendig.

1976 Technik

Stelentext

[142] Für die umfangreichen Drahtnetze der Armee werden in sehr hohem Masse zivile Netzteile der eidgenössischen Post-, Telefon- und Telegrafenbetriebe (PTT) verwendet, die durch Truppenleitungen ergänzt und vernetzt werden. Die Armee verfügt dazu über den seit 1866 bestehenden Feldtelegraphen- und Feldtelefondienst der PTT. Kleinrichtstrahlsysteme überlagern das Drahtnetz und ermöglichen davon unabhängige Verbindungen.Der Einsatz von Schreibverbindungen über Funk bis zu den Truppenkörpern und der extensive Einsatz von Sprechfunkverbindungen von der Division bis zur Stufe Zug oder Gruppe erfordert eine ausgereifte Netz-, Kanal- und Frequenzplanung und eine sehr aufwendige Befehlsgebung mit oft täglich wechselnden Schlüsselbefehlen und Tarnunterlagen über alle Stufen (in einer Division sind bis 25 verschiedene Gerätetypen im Einsatz).

Die Stelen beschreiben die Uebermittlungs- und Gerätetechnik zwischen 1911 und 2003. Die Nutzung des Materials erfolgt zumeist über mehrere Perioden hinweg. Texte (Kapitel) bei und an den Podesten fokussieren auf die (zunächst) noch in geringem Umfang eingesetzten Geräte. Um 1976 verfügt jeder Verband über eigene Netze. Telefonie mit handvermittelter Zentrale von der Kompanie bis zum Armeekorps (5 Stufen) und aufwändige Planung, Befehlsgebung und Betrieb der Sprechfunknetze setzen Leistungsgrenzen. Drahtnetze und die Radioversorgung basieren auf der Infrastruktur der PTT.

Telefonieren 3

Kapiteltext

[146] Die Drahtnetze sind das Gerippe der Kommunikation

1870 wird das erste Kabel "Rattier" eingeführt. Erst der 1913 erstmals beschaffte Gefechtsdraht (Leopolder, Wien) genügt bezüglich Gewicht und Zugfestigkeit. Bis 1947 bleiben Kabelwagen und -karren mit Pferdezug das Transportmittel - auch für die später beschafften Feldkabel C und D.

Mit dem "Kabelbausortiment Modell UNIMOG" beginnt 1955 der motorisierte Leitungsbau, ab 1963 mit dem doppeladrigen Feldkabel F-2E. Die Baugruppe umfasst ein Auslege- und ein Verlegefahrzeug - auch für das 1947 erstmals aus amerikanischen Surplus-Beständen beschaffte 4-adrige Feld-Fernkabel F-4.

Das 1960 eingeführte Feldkabel F-20 erhöht die Kapazität für Anschlüsse an das zivile Netz der PTT, dessen Nutzung durch die Armee seit 1866 geregelt ist und das Drahtverbindungen über grössere Distanzen erst ermöglicht.

Rundspruch 2

Kapitektext

[147] Alarmierung von Truppe und Bevölkerung

1961 sollen Rundspruchnetze (mit den Kurzwellensendern SE-401, SE-402 und SE-404) Truppen bei weiträumigen Gefahren warnen. Auf der Empfangsseite kommt der E-627 - mit 444 Stück der meistgebaute Schweizer Militärempfänger - zum Einsatz. Nachteil dieser Lösung ist die Notwendigkeit, den Empfänger immer abzuhören, um keine Alarme zu verpassen. Das 1981 eingeführte Rundspruchsystem S-510/E-646 übermittelt noch bis 2004 die Luftlage-Reportage der Flieger- und Fliegerabwehrtruppen.

Der Warndienst nutzt auch den 1940 eingeführten, drahtgebundenen HF-Telefonrundspruch .
Der 1952 beschaffte Empfänger TR-80 und das 1966 beschaffte Kofferradio E-606 zur Alarmierung der Truppe und der Bevölkerung (Zivilschutz) über 23 regionale Warnsendestellen bleiben bis zur Auflösung des Warndienstes 2004 in Betrieb.

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